Was bedeutet Glyx-Diät?

Diät oder Lebenseinstellung?

Sie sind Skeptiker? Wir auch... Dennoch können wir nur alles bislang über die GLYX-Diät geschriebene bestätigen.


1. "JA, sie funktioniert!"  und... 2. "NEIN, sie funktioniert nicht!"

Die richtige Antwort liegt wie so oft im Detail! Zu allererst: Es ist keine Diät! Wer nur eine Diät machen möchte, um auf die Schnelle abzunehmen, nur um dann wieder seinen alten Gewohnheiten nachzugehen, kann und wird den Teufelskreis nicht durchbrechen!

Nur wer willens ist, seine kompletten Essgewohnheiten umzustellen wird auf Dauer Erfolg haben.

 

Wikipedia sagt zu GLYX folgendes:
"Der so genannte Glyx bzw. GI (Glykämischer Index) bezeichnet die Blutzuckerreaktion nach dem Essen und damit indirekt auch die Insulin-Reaktion des Körpers. Er ist definiert als die relative Fläche unter der 2-Stunden-Blutzuckerkurve nach Einnahme von 50 Gramm Kohlenhydraten. Anders ausgedrückt: Der GI gibt an, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel verdaut und als Zucker in das Blut abgegeben wird. Der GI wurde ursprünglich von Medizinern eingeführt, die sich mit der Ernährung bei Diabetes mellitus beschäftigten.

Bei der Diät wird zwischen "guten" und "schlechten" Kohlenhydraten unterschieden. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel mit hohem Glyx, z.B. Traubenzucker, führen zu einem schnellen Blutzuckeranstieg. Der Körper schüttet als Reaktion viel Insulin aus, um den Zucker abzubauen. Je steiler der Blutzuckeranstieg war, desto heftiger fällt die Insulin-Reaktion aus und desto schneller fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, so dass man schneller wieder Hunger bekommt, so die Theorie.

Lebensmittel mit niedrigem Glyx lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und die Insulin-Spitzenwerte bleiben aus. Bei hohem Insulinspiegel wird aufgenommenes Fett nicht abgebaut, sondern vom Körper gespeichert. Ein ständig hoher Insulinspiegel fördert angeblich die Entstehung von Diabetes sowie Arteriosklerose. Das ist jedoch wissenschaftlich umstritten.

Manche Studien zeigten positive Auswirkungen auf die Blutfettwerte und das Herzinfarktrisiko bei übergewichtigen Menschen, die bevorzugt Lebensmittel mit niedrigem Glyx verzehren, dies insbesondere dann, wenn die Menge der zugeführten Kohlenhydrate insgesamt reduziert wird.

 

...so Wikipedia zu dem Thema. Es ist insgesamt umstritten, ob Glyx tatsächlich zur Reduktion benutzt werden kann. Wer dennoch, wie wir,  den Weg des Glyx beschreiten möchte, sollte sich zu aller Sicherheit einige zusätzliche Regeln verinnerlichen, die den Weg ebnen:

 

1. Kaufe nichts, dessen Inhaltsstoffe du nicht kennst.
Hersteller sind verpflichtet ihre Inhaltsstoffe bekanntzugeben. Dabei sollte die Reihenfolge der Menge nach gestaffelt sein. Wenn also Zucker oder Gelatine bereits unter den ersten drei Zutaten steht, sollte man sich den Kauf deutlich überlegen. Stehen diese Dinge am Ende der Auflistung, kann man schon mal ein Auge zudrücken. Denn eines wird jeder feststellen, der versucht in deutschen Supermärkten zu kaufen: Gelatine und Glukose ist der Hersteller liebstes Bindemittel, neben Kartoffel- und Maisstärke als Trennmittel. Beides passt nicht in den Glyx-Haushalt, ist aber kaum zu vermeiden. Es gibt kaum einen Hersteller der darauf verzichtet, selbst bei Schinken und Lachs werden diese Stoffe neben Farbmitteln eingesetzt.

 

2. Verzichte auf Lebensmittel, die Zutaten aufweisen, die nicht in deinen Plan passen.
Kann man absolut nicht auf etwas bestimmtes verzichten, sollte man schauen, ob es eine "natürliche" Alternative gibt. Wir versuchen beispielsweise alle normalen Rezepte durch den Ersatz von industriell hergestelltem Zucker und Mehl z.B. durch Honig, Vollrohrzucker und Vollkornmehle zu ersetzen. An den etwas deftigeren, auch mal nüchteren Geschmack muss man sich zu allererst ein wenig gewöhnen, aber dann gehen diese Zutaten einem in Fleisch und Blut über. Theoretisch könnte man natürlich auch Wurst, Schinken und Käse selbst machen, aber dazu bräuchte man neben einer grossen Küche auch entsprechend mehr Zeit. Und wir wollen ja nicht unsere Freizeit umstellen, sondern nur unsere Essgewohnheiten.

 

3. Verzichte trotz Fetterlaubnis, wo es vertretbar ist auf  "falsche" Fette und nutze jene die du darfst trotzdem mit Bedacht.
Grundsätzlich erlaubt die Glyxdiät ja allerhand Fette, da hier ja die Kohlehydrate im Vordergrund stehen. Aber die Ausnahmen bestätigen die Regel! Fett ist nicht gleich Fett. Wer da auf die Worte im Buch von Marion Grillparzer setzt, hat schon eine gute Basis. Wer sich noch eingehender mit den Fetten beschäftigen möchte, sollte zu dem Büchern "Fett macht schlank" und "MCT Fette" zurückgreifen.

 

4. Wer nur auf Glyx achtet, die Kalorien komplett missachtet, wird scheitern.
Glyx-Ernärhung allein ist nicht der Schlüssel, ebensowenig wie eine reine Umstellung auf MCT-Fette. Auch die Autosuggestion "Ich werde jetzt schlank!" wird allein nicht helfen. Erst, wenn man die Aussagen zusammenfasst, sich täglich vor Augen stellt, wo man hinmöchte und es selbst auch für sich will, kann abnehmen.

 

5. Sport
Ja, widerlich oder? Immer wieder Sport! Aber es nützt nichts! Der Körper braucht Bewegung, nur so kann er wirkungsvoll verbrennen, bzw. Verbrenner (Muskeln) aufbauen. Ich für meinen Teil habe mir ein Trampolin für Schwergewichte über 100 kg gekauft und hüpfe relativ regelmäßig an den fünf Arbeitstagen der Woche. Ich lege mir dazu eine Musik-DVD oder auch mal einen Spielfilm rein und hüpfe. Aber da muss jeder sein Ding finden. Dabei zählt einzig, dass man überhaupt etwas macht, jeder Weg zählt - Treppen laufen, statt Fahrstuhl, spazieren gehen, oder auch intensives Stretching bzw. Schattenboxen. Letztere sind im Grunde nicht mal Sport, aber sie straffen das Gewebe und können bei anhaltender Übung auch ganz schön schweißtreibend sein, ohne dabei die Gelenke zu belasten.